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Opusreigen im Festsaal Fürstenhaus: Kammermusik, Lieder und Klaviermusik von Johannes Brahms an zwei Abenden

Johannes Brahms | Foto: Carl Brasch/ Brahms-Institut Lübeck

Opusreigen im Festsaal Fürstenhaus: Kammermusik, Lieder und Klaviermusik von Johannes Brahms an zwei Abenden

Vor zwei Jahren gab es bereits einen Brahmsschen „Opusreigen“: Damals erklangen die rein vokalen Werke op. 63 bis 66. Jetzt hat der Weimarer Professor für Liedgestaltung, Karl-Peter Kammerlander, gemeinsam mit Studierenden der Gesangs-, Instrumental- und Klavierklassen ein neues Mammutprojekt konzipiert.

In einem Dreiklang aus Kammermusik, Liedern und Klaviermusik ertönen am Dienstag, 16. Januar sowie am Mittwoch, 17. Januar jeweils um 19:30 Uhr im Festsaal Fürstenhaus die Opera 31 bis 35 aus der Feder von Johannes Brahms. Der Eintritt ist frei!

„Wenn man die großen Orchesterbesetzungen und Instrumentalkonzerte umgeht, dann ist ein derartiges Konzertunterfangen bei Brahms gar nicht so kompliziert“, meint Prof. Karl-Peter Kammerlander und fügt hinzu: „Aber eigentlich nur in einer Musikhochschule realisierbar…“. Verteilt auf zwei Abende kann ein früher Werkausschnitt gehört werden, der überwiegend zwischen dem 29. und 35. Lebensjahr des Komponisten entstand.

Das erste Konzert am 16. Januar prägen unter anderem die drei Vokalquartette mit Klavierbegleitung op. 31, mit denen der Komponist Brahms den Chorleiter Brahms – also sich selbst – beschenkt hat. Denn in den Jahren 1863/64 war er Leiter der Wiener Singakademie und damit in einer der ganz wenigen festen Positionen, zu denen er sich jemals verpflichten ließ. Zu hören sein werden auch 9 Lieder und Gesänge op. 32, die virtuosen Variationen über ein Thema von Paganini für Klavier solo op. 35 sowie die Sonate für zwei Klaviere f-Moll op. 34b.

Im zweiten Konzert am 17. Januar stehen das Klavierquintett f-Moll op. 34, das ursprünglich als Streichquintett komponiert worden war, und der Liederzyklus „Die schöne Magelone“ op. 33 auf dem Programm. Vorlage für den Magelone-Zyklus war die Novelle „Die Liebesgeschichte der schönen Magelone und des Grafen Peter von Provence“ von Ludwig Tieck.

„Hieraus vertonte nun Johannes Brahms 15 der eingestreuten Romanzen, gewissermaßen als Kammeroper“, erklärt Karl-Peter Kammerlander. „Zusammenfassungen der dazwischenliegenden Prosateile führen den Zuhörer durch den bei uns leicht verkürzten Liederzyklus op. 33.“