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Auf den Spuren der Callas: Der Bass-Bariton und Weimarer Alumnus Mikhail Timoshenko gewinnt Grand Prix in Athen

Mikhail Timoshenko mit seiner Duo-Partnerin Elitsa Deseva | Foto: Marine Cessat-Begler

Auf den Spuren der Callas: Der Bass-Bariton und Weimarer Alumnus Mikhail Timoshenko gewinnt Grand Prix in Athen

Der Bass-Bariton Mikhail Timoshenko, Absolvent der HfM Weimar, wurde beim 40. Internationalen Gesangswettbewerb „Maria Callas Grand Prix in Opera“ in Athen mit dem mit 10.000 Euro dotierten Grand Prix und der Goldmedaille ausgezeichnet.

Der 24-Jährige studierte bis 2016 in der Gesangsklasse von Prof. Dr. Michail Lanskoi am Institut für Gesang | Musiktheater. Mit dem Grand Prix verbunden sind außerdem Gastverträge mit Hauptpartien an der Opéra National de Paris, an der Opéra Monte-Carlo und an der Opéra National de Bordeaux.

Mit einem breiten Arien-Programm von Mozart über Rossini bis hin zu Gounod und Borodin überzeugte der Weimarer Absolvent Mitte Dezember 2017 die Jury in der Heimat der berühmtesten Sängerin des 20. Jahrhunderts, Maria Callas.

Unter den Jurorinnen und Juroren befanden sich so große Namen wie Renato Bruson und Eva Marton, dazu Operndirektoren und Leiter von namhaften Opernagenturen. Den Juryvorsitz hatte die legendäre Cheryl Studer inne. Zuvor hatte Timoshenko bereits 1. Preise beim Gesangswettbewerb in Bordeaux sowie beim Siemens Opera Contest gewonnen.

Mikhail Timoshenko bekräftigt damit einmal mehr seine bemerkenswerte internationale Karriere. Sein Engagement am Opernstudio der Opéra de Paris schloss er im Sommer als bester Absolvent ab. Inzwischen ist er als freischaffender Opernsänger an mehreren Opernhäusern in Frankreich, Spanien und Italien tätig. Kürzlich übernahm er zudem die Hauptrolle im preisgekrönten Film „Pariser Oper“, und der deutsch-französische Kultursender ARTE strahlte ein filmisches Porträt von ihm aus.

Explizit sah das Wettbewerbsprogramm in Athen auch Literatur aus dem Liedbereich vor. Begleitet wurde Timoshenko dabei von seiner Klavierpartnerin Elitsa Deseva, mit der er an der Weimarer Musikhochschule in der Klasse für Liedgestaltung von Prof. Thomas Steinhöfel dieses Programm erarbeitet hatte.

Steinhöfel freut sich über die Einbeziehung des Lieds in einem Opernwettbewerb: „Lieder wie ‚Belsazar‘ von Robert Schumann oder ‚Podwig‘ von Peter Tschaikowsky stehen in der emotionalen Dichte den Arien keinesfalls nach und verlangen einen hervorragenden und absolut gleichberechtigten Mitgestalter am Klavier. Elitsa ist eine sehr erfahrene Begleiterin und ein inspirierendes Juwel in der musikalischen Arbeit. Ich freue mich, dass die Qualität unserer Liedpianisten in Weimar mal wieder Früchte getragen hat und von der Jury in den Auswertungen gesondert gepriesen wurde.“