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„Glück und Sonne“: Drei Fragen an ECHO-Klassik-Preisträgerin Camille Thomas, Cellistin im Solistenmarathon in der Weimarhalle

„Glück und Sonne“: Drei Fragen an ECHO-Klassik-Preisträgerin Camille Thomas, Cellistin im Solistenmarathon in der Weimarhalle

Die Hochschule für Musik FRANZ LISZT Weimar lädt herzlich zu ihrem Sinfoniekonzert „Solistenmarathon“ am Donnerstag, 16. November um 19:30 Uhr in die Weimarhalle ein. Auf dem Programm stehen eine Uraufführung, Cellokonzerte von Schostakowitsch und Saint-Saëns sowie das fünfte Klavierkonzert von Beethoven. Eine der drei Solistinnen des Abends ist die 29-jährige französische Cellistin Camille Thomas, die mit Camille Saint-Saëns‘ Cellokonzert Nr.1 in a-Moll op. 33 ihr Konzertexamen in Weimar abschließt. Ihr Hauptfachlehrer ist Prof. Wolfgang Emanuel Schmidt. Sie spielt auf dem Cello „Château Pape Clément“ von Ferdinand Gagliano aus dem Jahr 1788, eine Leihgabe eines Weinhändlers aus Bordeaux, Bernard Magrez.

Liebe Frau Thomas, warum haben Sie auch für Ihre Debüt-CD bei der „Deutschen Grammophon“ Saint-Saëns ausgewählt?
Camille Saint-Saëns hat mit dem Cellokonzert ein Werk geschrieben, das voll Freude und Jugendlichkeit ist. Er war damals erst 37 Jahre alt und es war sein erster großer Erfolg, der ihn dann auch berühmt gemacht hat. Ich bin selbst gerade in einem sehr glücklichen Moment in meinem Leben und möchte dem Publikum mit dieser Musik auch ein bisschen Glück und Sonne bringen.

Wie haben Sie Ihre ECHO-Klassik-Preisverleihung neulich in der Elbphilharmonie erlebt?

Es war ein Erlebnis und eine große Ehre für mich, als Französin den größten Preis in Europa zu erhalten! Dazu noch mit Kent Nagano in der neuen Hamburger Elbphilharmonie auftreten zu können: ein Traum! Es war nur etwas kompliziert, weil ich am Vortag eine Probe in Hamburg hatte, abends in Paris das Saint-Saëns-Konzert spielen musste und dann am nächsten Morgen zurückfliegen sollte. Doch es kam ein Sturm, so dass ein Chauffeur mich nachts von Paris nach Hamburg fuhr. Eine neunstündige Fahrt ... und dann die ECHO-Preisverleihung. Aber ich liebe Herausforderungen!

Ist die klassische Musik Ihre einzige wahre Leidenschaft?

Ich habe als 4-Jährige angefangen und war immer Musikerin. Das ist für mich kein Beruf, sondern ein existentielles Ziel im Leben. Alles, was ich mache, ist mit der Musik verbunden. Aber ich liebe auch die Literatur, das Kino, die Oper – und ich schwimme sehr gern, weil man in meinem Beruf körperlich fit bleiben muss.

Eintrittskarten zum Solistenmarathon zu 15 Euro, ermäßigt 10 Euro, gibt es bei der Tourist-Information Weimar sowie an der Abendkasse.