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Lebendige Musikwissenschaft: Ausstellungen, Musik und Präsentationen im Rahmen der „Langen Nacht der Wissenschaften“ in Weimar

Notenfragmente aus einer Thüringer Orgel | Foto: Hochschularchiv / Thüringisches Landesmusikarchiv

Lebendige Musikwissenschaft: Ausstellungen, Musik und Präsentationen im Rahmen der „Langen Nacht der Wissenschaften“ in Weimar

Die bisherigen „Langen Nächte der Wissenschaften“ in Erfurt und Jena waren ein großer Erfolg. Im Rahmen der Impulsregion Erfurt-Weimar-Jena-Weimarer Land soll die periodische Veranstaltung mit regionaler Ausstrahlung nun auch in Weimar etabliert werden. Mit von der Partie ist auch das Institut für Musikwissenschaft Weimar-Jena im Hochschulzentrum am Horn der Weimarer Musikhochschule. Hier wird am Freitag, 17. November zwischen 18:00 und 24:00 Uhr ein vielfältiges Musik-, Ausstellungs- und Veranstaltungsprogramm angeboten. Der Eintritt zum Hochschulzentrum ist frei!

Das Institut für Musikwissenschaft Weimar-Jena ist ein gemeinsames Institut der Hochschule für Musik FRANZ LISZT Weimar und der Friedrich-Schiller-Universität Jena. Am Institut tätig sind zehn Professorinnen und Professoren sowie viele weitere WissenschaftlerInnen, die in der Lehre sowie diversen Forschungsprojekten arbeiten. Erforscht wird Musik in ihrer historischen, kulturellen und sozialen Dimension. Für die Dauer der Langen Nacht richtet die Stadt Weimar einen Busshuttledienst ein, der kostenfrei genutzt werden kann.

Die Mehrzahl der Veranstaltungen im Hochschulzentrum am Horn am Carl-Alexanderplatz 1 (nähe Leibniz-Allee) werden im 3. Obergeschoss stattfinden: im Hörsaal (313), im Ensembleraum (301) sowie auch in der Caféteria. Außerdem präsentiert das Hochschularchiv | THÜRINGISCHES LANDESMUSIKARCHIV als Musikschatzkammer im Tiefgeschoss ausgewählte Musikalien aus acht Jahrhunderten. Dort finden auch zwei jeweils 90-minütige Führungen statt. In der Caféteria gibt es Getränke, Snacks und musikalische Einlagen der Studierenden.

Verschiedene Ausstellungen werden Hörsaal und im Ensembleraum präsentiert. Dazu zählen „Vom Instrument über den Klang zur Musik“ mit Musikinstrumenten aus Asien, Afrika und Lateinamerika sowie Einführungen durch Studierende. Hinzu kommen filmische und fotografische Dokumentationen zur Musikforschung im südlichen Afrika als Feldforschungsreise des Lehrstuhls „Transcultural Music Studies“ sowie zu einer studentischen Exkursion nach Bahia (Brasilien) auf den Spuren der Samba de Roda.

Weitere Ausstellungen:

Forschungsprojekt „Theater und Musik in Weimar 1754–1990“
zu den Weimarer Theaterzetteln mit historischen Originalmaterialien aus den Beständen des Landesarchivs Thüringen – Hauptstaatsarchivs Weimar und des Hochschularchivs | THÜRINGISCHES LANDESMUSIKARCHIV, gefördert durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG). Präsentation zu den Weimarer Theaterzetteln mit Vorführungen des Online-Portals theaterzettel-weimar.de durch die Projektmitarbeiter.

„Vom Manuskript bis zur Aufführung“: Forschungen an Werkausgaben
- des italienischen Komponisten Luigi Cherubini (1760–1842)
- des Thüringer Komponisten, Violinisten und Kapellmeisters Johann Melchior Molter (1696-1765)

Publikationstisch | Musikwissenschaft und -pädagogik

mit wissenschaftlichen Veröffentlichungen des Instituts für Musikwissenschaft Weimar-Jena. Neben Fachliteratur wird das E-Book mit didaktischem Lehrmaterial zur afghanischen Musikkultur präsentiert.

Projektpräsentationen:

Forschungsprojekt „Die Wagner-Sammlung in Eisenach“

Untersuchung zur Wagner-Sammlung im Fritz-Reuter- und Richard-Wagner-Museum in Eisenach, bestehend aus u.a. ca. 200 Originalbriefen Wagners und ca. 700 Handschriften aus Wagners direktem persönlichen Umfeld, etwa 4.500 Bildmaterialien (Bühnenbildentwürfe, Figurinen, Sängerportraits, etc.) sowie über 15.000 Zeitdokumenten. Die Sammlung gilt nach Bayreuth als zweitgrößte und -bedeutendste Wagner-Sammlung der Welt.

Forschungsprojekt „Jazzomat“

Untersuchung der Stilmerkmale von Jazzimprovisationen und der ihnen zugrunde liegenden kreativen Prozesse über rechnerbasierte Musikanalyse einstimmiger Jazzsoli. Entdecken Sie die Computer-Datenbank „Weimar JazzDatabase“ mit Transkriptionen verschiedener Jazzstile und die neu entwickelte Analyse-Software zur Untersuchung von Musikrichtungen.

„Messdatenbank“
Erfassung der Vertonungen des Messordinariums, bestehend aus den fünf unveränderlichen Teilen des Gottesdienstes (Kyrie, Gloria, Credo, Sanctus, Agnus Dei). Lernen Sie die „Messdatenbank“ mit ca. 40.000 Vertonungen von den Anfängen bis zur Gegenwart kennen. Sie entsteht im Rahmen des DFG-Forschungsprojektes „Die frühe Messvertonung zwischen liturgischer Funktion und Kunstanspruch“.

Seminarraum 1 (hinter dem Hörsaal) | Vorträge und Musik:


18:30 - 18:45
Gustavo Eda B.Mus.
Präsentation Japanischer Musikinstrumente

18:45 - 19:00
Eröffnung mit Grußworten

19:00 - 19:15
Christian Diemer M.A.
Wilder Osten, Kitsch-Kommerz, Volkes Seele: Wie traditionelle Musik UkrainerInnen hilft, sich neu zu erfinden

19:30 - 19:50
Prof. Dr. Albrecht von Massow
Musik und Bild

20:00 - 20:20
Annedore Hainsch M.A., Dr. Thomas Radecke
Zettel, die die Welt bedeuten – die Weimarer Theaterzettel-Datenbank

20:30 - 20:45
Michael Pauser M.A.
Vom Autograph zur Aufführung: Wie entsteht eine Notenedition?

20:45 - 21:00
Donata Burckhardt und Daniel Golod
Jüdische Musik von Lazare Saminsky, Joseph Achron und Victor Ullmann

21:00 - 21:15
Joachim Klein M.A.
Jüdische Musik – Geschichte und Gegenwart eines interdisziplinären Forschungsgebiets

21:30 - 21:45
Kirstin Wichern M.A.
Präsentation der Messdatenbank oder Was machen die afrikanischen Vögel im Gottesdienst?

22:00 - 22:15
Prof. Dr. Tiago de Oliveira Pinto, Omid Bürgin M.A.
UNESCO-Lehrstuhl in Weimar: Verbreitung wissenschaftlicher Inhalte zu musikalischer Vielfalt weltweit

22:30 - 22:45
Malte Waag
Die Wagner-Sammlung in Eisenach – Vorstellung der zweitgrößten Wagner-Sammlung der Welt

23:00 - 23:15
Prof. Micky Remann (Bauhaus-Universität Weimar)
Karl May als Musiker und Medienkünstler

23:30 - 23:45
Film „Auf den Spuren des Samba de Roda: Studentische Exkursion nach Bahia, Brasilien“ (2017)