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Die Süße Brandenburgs: Der Weimarer Dirigierabsolvent Alexander Merzyn ist neuer 1. Kapellmeister am Staatstheater Cottbus

Alexander Merzyn | Foto: Stephan Röhl

Die Süße Brandenburgs: Der Weimarer Dirigierabsolvent Alexander Merzyn ist neuer 1. Kapellmeister am Staatstheater Cottbus

In diesen Tagen steht er bereits im Großen Haus des Staatstheaters Cottbus am Pult: Der neue 1. Kapellmeister des Philharmonischen Orchesters Cottbus, Alexander Merzyn, leitet am 17. September die vorerst letzte von insgesamt sechs Vorstellungen des Erfolgsmusicals "Sugar". Merzyn wirkte zuletzt als 1. Kapellmeister am Landestheater in Coburg, zu Beginn der Spielzeit 2017/18 wechselte er nun nach Cottbus.

Der 34-Jährige hatte ab 2009 das Fach Orchesterdirigieren an der Hochschule für Musik FRANZ LISZT Weimar, der renommierten "Weimarer Dirigentenschmiede", in der Klasse der Professoren Pasquet, Kahlert und Bramall studiert. Seine erste eigene musikalische Einstudierung am Staatstheater Cottbus wird Andrew Lloyd Webbers Musical "Sunset Boulevard" sein.

"In Cottbus erwarten mich vielfältige Aufgaben", freut sich Alexander Merzyn schon auf die neue Spielzeit. "Dazu gehören Dirigate von Turandot, Don Giovanni, Hänsel und Gretel, Ritter Blaubart sowie eigene Einstudierungen der Csardasfürstin und Sunset Boulevard, dazu Sinfonie- und Kinderkonzerte sowie das Silvester- und Neujahrskonzert."

An seiner letzten beruflichen Station in Coburg habe er sich ebenfalls sehr wohl gefühlt. Merzyn blickt dankbar auf die Zeit in Bayern zurück. Zu seinem Wechsel nach Cottbus habe ihn vor allem der Rang eines Staatstheaters bewogen: Es gebe dort noch mehr Möglichkeiten und ein breiteres Repertoire. Auch sein Dirigierstudium in Weimar behält er in guter Erinnerung: "Ich habe unheimlich viel gelernt und bin meinen Hauptfachlehrern Nicolás Pasquet, Gunter Kahlert und Anthony Bramall sehr dankbar, die mir das Rüstzeug mitgegeben haben, um in diesem wunderschönen und fordernden Beruf bestehen zu können!"

1983 in Kiel geboren, studierte Alexander Merzyn zunächst Violoncello in Berlin. Ab 2009 folgte das Dirigierstudium an der Weimarer Musikhochschule. Zahlreiche Meisterkurse unter anderem bei Herbert Blomstedt, Kurt Masur, Peter Gülke, Heinrich Schiff und dem Alban Berg Quartett rundeten seine Ausbildung ab.

Bereits 2008 übernahm er die künstlerische Leitung der Kammerphilharmonie Hamburg, von 2011 bis 2013 war er Chefdirigent des Harvestehuder Sinfoniorchesters. Nach zwei Spielzeiten als 1. Kapellmeister in Coburg folgte nun der Wechsel in gleicher Rolle nach Cottbus.

Seine Zusammenarbeit mit Orchestern umfasst darüber hinaus u.a. die Dresdner Philharmonie, die Deutsche Radio Philharmonie, das Niedersächsische Staatsorchester Hannover, die Kammerakademie Potsdam, das Folkwang-Kammerorchester Essen, die Nürnberger Symphoniker, die Nordwestdeutsche Philharmonie, das Orchester des Theaters Tartu/Estland, die Neue Philharmonie Westfalen, zahlreiche Landesjugendorchester sowie die Jenaer Philharmonie.

Alexander Merzyn ist Stipendiat der Charlotte-Krupp-Stiftung, der Hermann-Hildebrandt-Stiftung sowie der NEUEN LISZT STIFTUNG. 2010 folgte die Aufnahme in das Dirigentenforum des Deutschen Musikrates, seit 2014 ist er in der Künstlerliste "Maestros von Morgen" des Deutschen Musikrates.