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Künstlerische Sensibilität: Der argentinische Komponist Damián Gorandi ist der neue Franz-Liszt-Stipendiat 2017

Damián Gorandi | Foto: Celeste Mazzariol

Künstlerische Sensibilität: Der argentinische Komponist Damián Gorandi ist der neue Franz-Liszt-Stipendiat 2017

Damián Gorandi heißt der neue Franz-Liszt-Stipendiat 2017 der Hochschule für Musik FRANZ LISZT Weimar. Beim Kompositions-Meisterkurs im Rahmen der 58. Weimarer Meisterkurse konnte der aus Südamerika angereiste 25-jährige Komponist die Jury mit seinen Werken von sich überzeugen. Das mit insgesamt 3000 Euro dotierte Franz-Liszt-Stipendium ermöglicht Gorandi nun im Jahr 2018 eine dreimonatige, ungestörte schöpferische Arbeit in Weimar. Außerdem werden seine Werke während seines Aufenthalts in Weimar in Konzerte des Studios für elektroakustische Musik (SeaM) eingebunden.

Rund 20 Bewerberinnen und Bewerber aus der ganzen Welt hatten in der Auswahlphase ihre Werke eingereicht. Der Fokus lag in diesem Jahr auf elektroakustischen Werken für Lautsprecherorchester, so genannte „Akusmatische Musik“. Die Juroren wählten schließlich vier Komponistinnen und Komponisten aus Argentinien, Italien und der Schweiz für die Meisterkurs-Teilnahme Mitte Juli 2017 aus. Hinzu kamen als „interne“ Teilnehmer zwei Kompositionsstudierende der Weimarer Musikhochschule aus Indonesien und Deutschland.

Die Entscheidung über den neuen Franz-Liszt-Stipendiaten trafen der Weimarer Kompositionsprofessor Robin Minard gemeinsam mit dem kanadischen Komponisten und Gastprofessor Robert Normandeau, der seinen Meisterkurs für akusmatische Musik mit Hilfe des 40-Kanal-Hochleistungs-Lautsprecherorchester des Studios für elektroakustische Musik (SeaM) der Hochschule für Musik FRANZ LISZT Weimar gab. Eingerahmt wurde der Weimarer Meisterkurs von zwei akusmatischen Konzerten, in denen Werke von Normandeau sowie auch den sechs Teilnehmern zu erleben waren.

„Wir waren sehr beeindruckt von allen Kandidaten und ihrer technischen Meisterschaft in der Verräumlichung von elektronischen Klängen “, sagt der Weimarer Komponist und Kompositionsprofessor Robin Minard. „Unser Liszt-Preisträger Damián Gorandi hat sein Können abseits der europäischen Musikszene entwickelt. Er zeigt eine außergewöhnliche technische Begabung und künstlerische Sensibilität auf dem Gebiet der akusmatischen Musik.“

Damián Gorandi wurde 1991 in Buenos Aires (Argentinien) geboren. Er studierte elektroakustische Komposition am Musikkonservatorium „Alberto Ginastera“ in seiner Heimatstadt. Dort ist er inzwischen Mitglied und Koordinator des Studios für Elektroakustische Musik. Wichtige Impulse in seiner Ausbildung erhielt er von Elsa Justel, Ricardo Mandolini, Joao Pedro Oliveira und Jorge Sad Levi. Damián Gorandi blickt bereits auf eine beeindruckende Zahl von Preisen, Auszeichnungen und Stipendien zurück. So gewann er 1. Preise bei den Internationalen Kompositionswettbewerben „Masmenos“ und „Sadaic“ (2015) sowie „Trinac“ (2016). Bei den „Global Music Awards“ wurde er 2017 mit einer Silbermedaille ausgezeichnet. Seine Werke waren bereits in weiten Teilen Süd- und Mittelamerikas zu hören. Außerdem wurde seine Musik bei einer Vielzahl von Festivals in Spanien, Frankreich, Belgien, Italien, Chile und Argentinien präsentiert.