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Musikalische Cartoons: Musik von Bach und Telemann bei den "Saitensprüngen" im Festsaal Fürstenhaus

Stephan Mai | Foto: Maik Schuck

Musikalische Cartoons: Musik von Bach und Telemann bei den "Saitensprüngen" im Festsaal Fürstenhaus

Am 25. Juni vor 250 Jahren starb Georg Philipp Telemann in Hamburg. Anlässlich dieses Gedenktages für den Barockkomponisten, der Anfang des 18. Jahrhunderts auch über längere Zeit als Kantor und Konzertmeister in Eisenach gewirkt hatte, veranstaltet die Weimarer Musikhochschule ein Konzert in der Reihe "Saitensprünge". Unter der bewährten Leitung des Geigers und Weimarer Honorarprofessors Stephan Mai erklingen bereits am Samstag, 17. Juni um 19:30 Uhr im Festsaal Fürstenhaus eine Ouvertüre und eine Suite von Telemann, ergänzt um zwei Flötenwerke von Carl Philipp Emanuel Bach.

Als "unglaublich farbige Musik" beschreibt Stephan Mai die Werke von Telemann. Es sind die "Völker-Ouvertüre in B" sowie die Suite "Hamburger Ebb und Fluth" zu hören. Georg Philipp Telemann konnte "die besten musikalischen Cartoons seiner Zeit malen", erklärt Mai die tonmalerischen Qualitäten des in Magdeburg gebürtigen Komponisten. Seine Bilderflut habe – innerhalb der festen Form der französischen Ouvertüre – alle Konventionen gesprengt: "Das ist wunderbar plastisches Schulungsmaterial für die Studierenden." In der Völker-Ouvertüre hört man zum Beispiel das obertonreiche Geläut russischer Glocken, in der Suite ist die Gigue steigend und fallend nach dem Vorbild der Gezeiten komponiert.

Zusätzlich stehen noch zwei Flötenwerke von Carl Philipp Emanuel Bach – Telemanns Patenkind – auf dem Programm: das Flötenkonzert in d-Moll Wq 22 (Solistin: Hanna Rzepka) und die Partita in a-Moll für Flöte solo (Solistin: Martha Flamm). Es musiziert ein Kammerensemble mit Studierenden der Hochschule. Eintrittskarten zu 7,50 Euro, ermäßigt 5 Euro, gibt es bei der Tourist-Information Weimar sowie an der Abendkasse.

Hanna Rzepka, 1992 in Bad Kreuznach geboren, erhielt bereits im frühen Alter ihren ersten Flötenunterricht an der Volks- und Musikschule Bingen. Später war sie Jungstudentin am Peter-Cornelius-Konservatorium der Stadt Mainz. Seit 2012 studiert sie an der Hochschule für Musik FRANZ LISZT Weimar bei Prof. Wally Hase. 2016 erspielte sie sich den 1. Preis beim 8. Wettbewerb "Piotrkowskie Spotkania Fletowe" in Polen. Sie sammelte bereits Orchestererfahrungen in der Neuen Philharmonie München, der Internationalen Orchesterakademie Bayreuth sowie dem Jungen Philharmonischen Orchester Niedersachsen. Konzertreisen führten Hanna Rzepka bereits nach England, Frankreich, Polen, Italien und in die USA. Seit kurzem ist sie Mitglied der Jungen Deutschen Philharmonie und außerdem als Substitutin bei der Jenaer Philharmonie tätig.

Martha Flamm
, 1996 geboren in Bad Urach, begann das Querflötenspiel im Alter von fünf Jahren. Mit 17 wurde sie Jungstudentin bei Prof. Renate Greiss-Armin an der Musikhochschule Karlsruhe und erweiterte ihre Ausbildung durch mehrere Meisterkurse, u.a. bei Michael Martin Kofler, Gaby Pas-Van Riet und Carin Levine. Seit Oktober 2014 studiert sie bei Prof. Ulf-Dieter Schaaff und Piccolo bei Benjamin Plag an der Hochschule für Musik FRANZ LISZT Weimar. Orchestererfahrungen sammelte Martha Flamm seit ihrem vierzehnten Lebensjahr als Mitglied der Jungen Sinfonie Reutlingen. Auch spielte sie zusammen mit der Württembergischen Philharmonie Reutlingen, dem Bach Ensemble von Helmuth Rilling und der Neuen Philharmonie München.