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8. Internationaler FRANZ LISZT Klavierwettbewerb Weimar - Bayreuth

Alexey Sychev, Dina Ivanova und Arseni Sadykov (v.l.n.r.) | Foto: Maik Schuck


Unsere Preisträger

1. Preis: Alexey Sychev
2. Preis: Dina Ivanova
3. Preis: Arseni Sadykov


Sonderpreise

Florian Glemser
Sonderpreis für die beste Interpretation einer Operntranskription von Richard Wagner/ Franz Liszt

Eka Bokuchava
Stipendium für den begabtesten osteuropäischen Teilnehmer für ein Semester an der HfM Weimar

Alexey Sychev
Sonderpreis für die beste Interpretation der Sonate h-Moll von Franz Liszt
Publikumspreis



20. Oktober bis 1. November 2015

Die Bezüge zwischen den Wettbewerbsstädten Weimar und Bayreuth – und zwischen den Komponisten Franz Liszt und Richard Wagner – sind vielfältig. Sollte zum Beispiel ein Festspielhaus für Wagners "Ring des Nibelungen" zuerst in den Weimarer Ilm-Auen errichtet werden, stand es schließlich auf dem "Grünen Hügel". Während Liszt seinem flüchtigen, späteren Schwiegersohn Wagner in Weimar Unterschlupf und Schutz gewährte, verbrachte er selbst seine letzten Lebenstage in Bayreuth – in einem Haus, das heute als Franz-Liszt-Museum fungiert.

Doch in Ermangelung von größeren Mengen an Klavierliteratur in Richard Wagners Oeuvre liegt der pianistische Fokus beim gemeinsamen Wettbewerb der thüringischen und bayerischen Kulturstädte fast zwangsläufig auf dem Schaffen Franz Liszts. Und damit auf einem Werk, das immense technische und gestalterische Herausforderungen an seine Interpretinnen und Interpreten stellt.

Sind es in der ersten Wertungsrunde in Bayreuth Liszts Etüden, in der zweiten und dritten Runde in Weimar etwa seine Ungarischen Rhapsodien, Transkriptionen von Wagner-Opern oder die berühmte h-Moll-Sonate: pianistische Perfektion und Reife müssen hier eine Symbiose eingehen.

Franz Liszt, der Namenspatron des Wettbewerbs und der Weimarer Musikhochschule, fühlte sich immer der Förderung junger Künstler verpflichtet. War er doch weit mehr als "nur" Klaviervirtuose und Komponist: Er agierte über Jahrzehnte als Lehrer, Hofkapellmeister, Musikschriftsteller und Kulturpolitiker in Weimar.

Seine (nie realisierten) Pläne für eine Goethe-Stiftung sahen die jährliche Vergabe von Preisen für Musik, Malerei, Bildhauerei und Dichtung vor – der internationale FRANZ LISZT Klavierwettbewerb hält einige dieser Ideen auch im 21. Jahrhundert lebendig. Liszt hätte ein pianistischer Leistungsvergleich in seinem Namen sicher gefallen, gab er doch ausgewählten Eleven in seinem letzten Lebensabschnitt jeden Sommer wochenlange, kostenlose Meisterkurse in der Weimarer "Hofgärtnerei" – dem heutigen Liszt-Haus.