Netzwerk Musikhochschulen

Das Netzwerk ist ein Zusammenschluss von elf deutschen Musikhochschulen. Die Verbundpartner entwickeln spezifisch für die Musikhochschulen angepasste Workshops und Evaluationsinstrumente. Zudem werden – ohne den Druck formaler Verfahren – hochschulindividuell und nachfrageorientiert Beratungen und wechselseitige Begutachtungen zur Unterstützung hochschulindividueller Qualitätsmanagementsysteme durchgeführt.

Das Netzwerk Musikhochschulen hat das Ziel, die Lehr- und Personalentwicklung zu fördern sowie entsprechende Formate und Instrumente für Austausch und Reflexion bereitzustellen. Außerdem soll eine anwendungsbezogene Forschung zu Qualitätsmanagement an Musikhochschulen die vorhandene Lücke im wissenschaftlichen Diskurs schließen.

Das Netzwerk ist am 1. April 2012 gestartet und wird durch Mittel aus dem Qualitätspakt Lehre gefördert. Ihm gehören elf der 24 deutschen Musikhochschulen an, darunter auch unsere Hochschule für Musik Franz Liszt in Weimar. Gemeinsam mit den Musikhochschulen Freiburg, Lübeck und Würzburg gestalten wir das Kompetenzfeld "Wechselseitige Begutachtung".


Workshops und andere Veranstaltungen

Workshop "Professionelle Protokolle" // 17. + 18.01.2018

17. und 18. Januar 2018 | 9:00 - 16:00 Uhr | HfM Weimar, Senatssaal
Zielgruppe: alle Mitarbeiter/innen der Hochschule
mit Rita Herweg

Fast alle Mitarbeiter/innen unserer Hochschule haben in ihrem Arbeitsalltag mit der Erstellung (und dem Lesen) von Protokollen zu tun.
Ein "professionelles Protokoll" erleichtert die Lesbarkeit, spart Zeit (und manchmal auch Nerven).
Inhalte des Workshops:
  • Funktion und Struktur von Protokollen
  • Protokollarten
  • Formale Richtlinien und Gestaltung
  • Zeitform der Protokollsprache
  • Rolle der Protokollführerin/ des Protokollführers
  • Protokoll führen: Vorbereitung, Mitschrift, Niederschrift
  • Sprache & Stil: sachlich, eindeutig, verständlich und wirksam formulieren

Im Rahmen des Workshops können eigene Protokolle mitgebracht und diskutiert werden.

Der Kurs findet zweimal statt: Teilnehmende können am 17.01.2018 oder am 18.01.2018 von jeweils 9:00 bis 16:00 Uhr alles zum Thema erfahren. Bitte melden Sie sich bei Susanne Stamm (susanne.stamm(at)hfm-weimar.de) an.

Videoreflexion im künstlerischen Einzelunterricht // 02.02.2018

2. Februar 2018 | 10:00 - 18:00 Uhr | HfM Weimar
Zielgruppe: Lehrende
mit Marianne Heiden

Eigene Videos zu produzieren ist heutzutage ein Leichtes. Viele Musiker und Musikerinnen nutzen sie, um sich und ihr künstlerisches Schaffen öffentlich zu präsentieren. Videos können aber auch im Rahmen der Hochschullehre zum Einsatz kommen: Aufgezeichnet im künstlerischen Einzelunterricht können sie ein hilfreiches Mittel dafür sein, dass Musikstudierende eine Außenperspektive auf ihr eigenes Musizieren einnehmen, kritische Selbstbewertung betreiben, Feedback ihrer Lehrenden reflektieren sowie besprechen u.v.m. Wie sich die Anwendung solcher Videos im künstlerischen Einzelunterricht gestalten lässt, darin erhalten Sie in diesem Workshop einen umfassenden Einblick.

Anhand konkreter (Video-)Fallbeispiele werden wir darüber diskutieren, wie sich die Methode didaktisch ausrichten lässt, welche Ziele Lehrende und Studierende im künstlerischen Einzelunterricht anstreben können und inwiefern gerade die Interaktion zwischen Lehrenden und den Studierenden, z.B. das Umsetzen von Instruktionen, die Interpretation von Feedback, etc. verbessert werden können. Im Workshop lernen Sie zudem ein konkretes Werkzeug auf einer Lernplattform kennen, das Sie für eine solche Videoreflexion mit Musikstudierenden nutzen können. Mit diesem Kommentarwerkzeug werden wir auch praktisch an Beispielvideos arbeiten. Nicht zuletzt werden wir mögliche Schritte in Bezug auf den Einsatz der Methode an ihrer Institution (z.B. Implementation der Lernplattform) diskutieren.

Anmeldung unter: https://lehreportal.netzwerk-musikhochschulen.de/de/workshops-hochschuluebergreifend

Konfliktmanagement - Zum konstruktiven Umgang mit Konflikten im Kontext Hochschule // 14. + 15.06.2018

14. bis 15. Juni 2018 | HfM Weimar
Zielgruppe: Lehrende aller Fachgruppen und Mitglieder der Verwaltung
mit Dipl.-Psych. Gerda Reiff

Konflikte sind Bestandteil unserer sozialen Realität. Ein guter Umgang mit diesen komplexen und dynamischen Situationen ist nicht einfach. Schnell wird man in ein Knäuel aus Emotionen, Ansprüchen und Fakten verwickelt. Man gewinnt den Überblick (zurück), wenn man das eigene Handeln und seine Auswirkungen im Umgang mit Interessensunterschieden zunächst reflektiert. Im nächsten Schritt geht es darum zu überprüfen, wie klar die eigene Position formuliert ist und ob man sie angemessen vertritt. Es gilt, im Gespräch zu erkennen, ob und in welcher Hinsicht möglicherweise eine Anpassung der eigenen Zielsetzungen gefordert ist, um gemeinsam eine gute Lösung auszuhandeln.

Anmeldung unter: https://lehreportal.netzwerk-musikhochschulen.de/de/workshops-hochschuluebergreifend

Weitere Workshops an anderen Musikhochschulen

Das Netzwerk Musikhochschulen bietet in jedem Semester hochschulübergreifende Workshops für Lehrende sowie Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Verwaltung an. Die Workshops bieten die Möglichkeit, Kolleginnen und Kollegen aus anderen Fachbereichen der eigenen Hochschule, aber auch Fachkolleginnen und Fachkollegen aus anderen Musikhochschulen zu treffen und sich – begleitet von erfahrenen Dozentinnen und Dozenten – zu klassischen und auch innovativen Themen rund um die Lehre auszutauschen. Das aktuelle Programm finden Sie hier. Die Teilnahme ist für Mitglieder unserer Hochschule kostenlos!

Das Anmeldeformular und weitere Informationen finden Sie hier.

Jahrestagung des Netzwerks Musikhochschulen // 15. + 16.11.2018

15. und 16. November 2018 | Hochschule für Musik Detmold (Palais)

Thema: Diversität

Vielfalt an Musikhochschulen ist wahrlich kein neues Thema. Insbesondere die unterschiedliche kulturelle Herkunft von Studierenden und Lehrenden ist gewohnte und gelebte Praxis. Relativ neu – in Deutschland seit circa 15 Jahren – ist allerdings eine besondere Sensibilität gegenüber der Heterogenität der Hochschulangehörigen – und eine durchweg positive Betrachtungsweise der Verschiedenheit. Es geht um Wertschätzung der "Anderen" und um Gewährleistung von Chancengleichheit. Argumentiert wird, dass die Entwicklung der Organisation – insbesondere hinsichtlich ihres Leistungsvermögens – letztlich von einer produktiven Vielfalt seiner Mitglieder profitiere. Diese sowohl werte- als auch nutzenorientierte positive Sichtweise soll aber nicht die besonderen Anstrengungen und Herausforderungen leugnen, die mit der Vielfalt der Hochschulangehörigen verbunden sein kann. Auf der Jahrestagung im November 2018 sollen diese verschiedenen Aspekte in Bezug auf die Realität an Musikhochschulen durchleuchtet und erörtert werden.

Individuelle Workshops und Coachings an der HfM Weimar

Sie interessieren sich für ein bestimmtes Thema? Unsere "Inhouse-Angebote" des Netzwerks machen individuelle Coachings für Führungskräfte oder Workshops für Lehrende und Mitglieder der Verwaltung an unserer Hochschule möglich. Bitte sprechen Sie uns jederzeit an.

Ansprechpartnerin

  •  Susanne  Stamm

    Susanne Stamm

    Mitarbeiterin Lehre und Qualitätsentwicklung
    Lokale Koordination Netzwerk Musikhochschulen
    Fürstenhaus – Hauptgebäude
    Raum: 023
    03643 | 555 246

Bund-Länder-Programm Qualitätspakt Lehre

Das Netzwerk Musikhochschulen wird auch in der zweiten Förderphase durch Mittel aus dem Qualitätspakt Lehre gefördert. Mit dem Bund-Länder-Programm unterstützt das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) seit 2011 die Verbesserung der Studienbedingungen und der Lehrqualität an deutschen Hochschulen. Das Programm unterstützt die Hochschulen bei der Qualifizierung ihres Personals für Lehre, Betreuung und Beratung. Daneben soll die Qualität der Hochschullehre gesichert und weiterentwickelt werden.

Das BMBF förderte in der ersten Periode bis 2016 insgesamt 186 Hochschulen mit 253 Projekten. In der zweiten Förderperiode bis 2020 erhalten 71 Universitäten, 61 Fachhochschulen sowie 24 Kunst- und Musikhochschulen (und darunter auch unser Verbundprojekt) die Möglichkeit, ihre erfolgreichen Konzepte nach positiver Zwischenbegutachtung weiterzuentwickeln und auf andere Hochschulbereiche zu übertragen.

Weitere Informationen finden Sie hier.