Zentrum für Musiktheorie

Musiktheorie bildet die Schnittstelle zwischen künstlerischer und wissenschaftlicher Betätigung. Studierende werden somit in doppelter Hinsicht befähigt und ausgebildet; den Absolventen eröffnen sich weite Felder einer beruflichen Tätigkeit – etwa in der Hochschullehre, in Verlagen, Medien oder in der Musikschule.

::: Infoflyer zum Download (PDF) :::

Mitglieder des Zentrums für Musiktheorie

Studium Musiktheorie

Das Hauptfach Musiktheorie ist Bestandteil verschiedener Master-Studiengänge. Voraussetzung ist ein Bachelor-, Diplom- oder Magisterabschluss (z.B. Schulmusik, Musikwissenschaft oder Komposition) sowie das Bestehen der Eignungsprüfung. Das Studium ist jeweils auf vier Semester mit zusammen 120 Credit-Punkten (CP) ausgelegt. Auf die Masterarbeit entfallen hierbei grundsätzlich 20 CP. Die restlichen 100 CP werden je nach Studienmodell unterschiedlich verteilt.

::: Anforderungen der Eignungsprüfung (PDF) :::


Master of Music

Künstlerische Professionalisierung mit Profil
Musiktheorie bildet das Hauptfach (70 CP), das durch ein Profil (30 CP) ergänzt wird. Als Profile können gewählt werden:
  • ohne Eignungsprüfung: Musikwissenschaft, Kulturmanagement, Musikpädagogik, Neue Musik
  • mit Eignungsprüfung: Kammermusik, Instrument (Violine, Viola, Violoncello, Kontrabass, Harfe, Flöte, Klarinette, Oboe, Fagott, Horn, Trompete, Posaune, Tuba, Schlagwerk), Improvisierter Gesang, Komposition, Elementare Musikpädagogik/Rhythmik

Master of Music

Künstlerische Professionalisierung ZweiFach
Musiktheorie wird als eines von zwei gleichberechtigten Studienfächern (je 50 CP) gewählt. Das weitere Fach kann ein künstlerisches Hauptfach sein (z.B. ein Instrumentalfach) oder auch Musikwissenschaft / Kulturmanagement. Für beide gewählten Fächer ist eine Eignungsprüfung zu absolvieren.


Kombination mit Musikwissenschaft

Eine Weimarer Besonderheit ist die Möglichkeit, ein Instrumentalfach mit einer Kombination aus Musikwissenschaft (30 CP) und Musiktheorie (20 CP) zu verbinden. Die Studierenden erfahren hierbei eine besonders breite Ausbildung.


Profil Musiktheorie

Zu jedem Hauptfach im Master of Music kann Musiktheorie als Profil (30 CP) hinzugewählt werden. Hierzu wird keine eigene Eignungsprüfung verlangt.

Dozenten

Fünf fest angestellte Dozenten bilden in Musiktheorie aus. Erweitert wird das Angebot durch Lehrbeauftragte für unterschiedliche Spezialgebiete.

E-Mail-Adressen der Dozenten: vorname.name@hfm-weimar.de

Prof. Jörn Arnecke

leitet seit 2009 das Zentrum für Musiktheorie an der Hochschule für Musik Franz Liszt Weimar. Neben musiktheoretischen Publikationen von Dufay bis Lachenmann ist er auch als Komponist hervorgetreten, u.a. durch Musiktheater-Werke im Auftrag der Hamburgischen Staatsoper (2003, 2005), der RuhrTriennale (2007) und des Theaters Bremen (2011). Seine Werke erscheinen im Sikorski Verlag. Als Musikjournalist schrieb er u.a. für das Hamburger Abendblatt, die Süddeutsche Zeitung und die Neue Musikzeitung.

Eugenie Erhard
geboren in Russland, studierte Musiktheorie, Musikwissenschaften und Klavier in Moskau. Seit 1987 unterrichtet sie an der Hochschule für Musik Franz Liszt Weimar in den Bereichen Korrepetition (bis 1989), Tonsatz, Gehörbildung, Kontrapunkt, Satztechniken des 20. Jahrhunderts und Fachdidaktik. 1991 bis 1996 organisierte sie Weimarer Fachtagungen für Musiktheorie, 1999 bis 2010 unterrichtete sie Musiktheorieklassen an der Musikschule "Ottmar Gerster" Weimar.

Ralf Kubicek
studierte Komposition und Musiktheorie in Weimar und unterrichtet dort seit 1988 Musiktheorie und Gehörbildung. Von 1990 bis 1996 war er Geschäftsführer, von 1997 bis 2004 Vorsitzender des Komponistenverbandes Thüringen. Neben seiner Lehrtätigkeit veröffentlicht er Schriften zur Musiktheorie und wirkt als Notensetzer der Reihe "Denkmäler Mitteldeutscher Barockmusik", die beim Friedrich Hofmeister Musikverlag Leipzig erscheint.

Dr. Stephan Lewandowski
studierte Musiktheorie und Komposition an der Hochschule für Musik "Carl Maria von Weber" Dresden. 2006 wurde er dort Lehrbeauftragter für Musiktheorie, 2012 promovierte er bei Clemens Kühn (Dresden) und Michiel Schuijer (Amsterdam). Im selben Jahr wurde er als "Lehrkraft für besondere Aufgaben" an die Hochschule für Musik FRANZ LISZT Weimar verpflichtet. 2013 übernahm er eine Vertretungsprofessur für Musiktheorie an der Hochschule für Musik Dresden.

Prof. Reinhard Wolschina
studierte in Weimar Komposition in der Meisterklasse von Prof. Johann Cilenek und Klavier bei Prof. Volkmar Lehmann. Von 1982 bis 1984 war er Meisterschüler an der Berliner Akademie der Künste bei Prof. Günter Kochan. Seit 1992 ist er Professor für Komposition und Musiktheorie an der Hochschule für Musik FRANZ LISZT Weimar. Er gründete und leitete das "Studio für Neue Musik" in Weimar; als Interpret arbeitete er u.a. mit der Sopranistin Roswitha Trexler und dem Klezmer-Klarinettisten Giora Feidman.

Warum in Weimar studieren

Der Masterstudiengang Musiktheorie in Weimar zeichnet sich durch große Praxisnähe aus. Auf eine mögliche Lehrtätigkeit werden die Studierenden in Tutorien und Kursen in Verbindung mit der Musikschule "Ottmar Gerster" Weimar vorbereitet.

Die Lehrenden decken eine große Bandbreite der Musiktheorie ab – von der mittelalterlichen Musik bis zur Gegenwart, von der Komposition bis zur Musikwissenschaft.

Das Zentrum für Musiktheorie veranstaltet alljährlich die deutschlandweit beachtete Tagung "Musiktheorie und Hörerziehung" in Kooperation mit der Gesellschaft für Musiktheorie (GMTH).

Die Schriftenreihe "Paraphrasen – Weimarer Beiträge zur Musiktheorie", die im Olms Verlag erscheint, eröffnet die Möglichkeit, herausragende Arbeiten zu publizieren.

Weimar bietet mit seiner überragenden geistesgeschichtlichen Tradition ein stimulierendes Umfeld für die Verbindung von Kunst und Wissenschaft.